In Südafrika nutzte Kathrin die Chance, einen Tauchgang im offenen Meer zu unternehmen. Hier begegnete sie Delfinen, Meeresschildkröten und sogar einem Hai. Doch zunächst musste sie sich am Tag davor in einem Swimmingpool darauf vorbereiten.

Noch heute bekomme ich Herzklopfen, wenn ich an meinen ersten Tauchgang denke. Während eines Besuches der Thonga Beach Lodge, einer wunderschönen kleinen Lodge an der Ostküste Südafrikas, bot sich mir die Möglichkeit, einen Schnuppertauchgang zu machen. Im Swimmingpool bekam ich zunächst eine private Theoriestunde bei Tauchlehrer Ashley und am nächsten Tag sollten wir zu viert auf den Tauchgang gehen.

Private Tauchstunde im Swimmingpool 🙂

Nach einer unruhigen Nacht und mit flauem Magen stand ich auf und schlich mich aus dem Zimmer. Der Wind hatte sich immer noch nicht gelegt, aber es stand nun fest, dass wir mit dem Boot rausfahren würden. Schnell zogen wir uns die Neoprenanzüge an und liefen zum Strand, wo die Angestellten der Tauchschule das Boot startklar machten.

Das Boot wird vorbereitet

Schon nach den ersten Minuten auf See sah ich die Rückenflosse eines Delfins. Jetzt wollte ich die unbekannte Welt unbedingt entdecken – voller Adrenalin und Vorfreude stiegen wir auf 15 Meter Tiefe ab. Das Wasser, an der Oberfläche noch stark in Bewegung, wurde immer ruhiger, je tiefer wir hinab tauchten. Anfangs hatte ich gar keinen Blick dafür, was sich mir da offenbarte, denn ich hatte genug damit zu tun, zu sinken, den Druckausgleich zu machen und gleichzeitig zu atmen!

Dann aber bekam ich so langsam ein Gefühl für das Tauchen im offenen Gewässer. Das vermehrte Plankton, der unruhigen See geschuldet, hatte den Vorteil, dass mehr Fische und andere Meerestiere unterwegs waren, um sich am „Buffet“ zu bedienen. Mit Begeisterung schaute ich einer Schule Delfine nach, die nur wenige Meter entfernt an uns vorbeizog. Ein unbeschreiblich wohliges Gefühl erfasste mich – oh Mann, sind das schöne und grazile Schwimmer! Noch euphorisiert von der Begegnung erstarrte ich gleich darauf beim Anblick einer Silhouette, die mir das Blut in den Adern gefrieren ließ: Ein Hai! Zum Glück blieb mir nicht die Zeit, nochmal über mein ganzes Leben nachzudenken, denn so schnell wie er kam, war er auch schon wieder weg. Dafür glitt ein anderer, ganz bezaubernder Wasserbewohner in mein Blickfeld: eine Meeresschildkröte.

Auf dem Tauchgang begegneten wir noch einem weiteren Exemplar und natürlich unzähligen bunten Fischen, unbewohnte Algenfelder wechselten sich mit Korallenbänken und Felsen ab. Schon war die Zeit auch wieder um und wir mussten auftauchen. Die 43 Minuten waren wie im Flug vergangen und noch immer konnte ich nicht fassen, welches Schauspiel sich uns da gerade geboten hatte. Auf der Bootsfahrt zurück zur Lodge ging mir das Grinsen gar nicht mehr aus dem Gesicht.

 


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