Letzte Woche haben Euch Dani und Sarah vom Nashorn Trekking berichtet. Sie stellten sich aber noch einer zweiten Herausforderung: Big Daddy!

Beinahe jedem ist das Sossusvlei im Namib-Naukluft-Nationalpark in Namibia ein Begriff. Ein Sandmeer aus Dünen, so weit das Auge reicht und dazu ein strahlend blauer Himmel – es wirkt manchmal wie gemalt. Um in den Park zu gelangen, muss man, am besten schon bei Sonnenaufgang, am Eingangstor stehen. Danach sind es noch einmal rund 60 Kilometer bis zum ersten Parkplatz. Über weitere fünf Kilometer geht es durch tiefen Sand zum Sossusvlei, wo sich die höchsten Dünen der Welt tümmeln,  unter anderem der Big Daddy mit 350 Metern Höhe – die wohl höchste Düne der Welt.

Wir stehen am Fuße der Düne und schauen uns zunächst einmal aus sicherer Entfernung an, was wir uns da vorgenommen haben. Die Menschen, die bereits fleißig auf dem Grat nach oben wandern, wirken aus der Entfernung wie Ameisen und wir ahnen, dass das kein leichtes Unterfangen wird. Bewaffnet mit viel Wasser und Schutz gegen die Sonne machen wir uns auf den Weg, den Gipfel zu stürmen. Die Route führt zunächst relativ leicht über die erste Anhöhe, um sich dann in einem endlos scheinenden Bogen bis nach oben zu ziehen. Mutig stapfen wir weiter auf dem schmaler werdenden Grat.

Die Sonne steigt schnell höher und die Aussicht wird fantastischer. Rechts sieht man das berühmte Dead Vlei – bereits auf dem ersten Sattel hat man einen atemberaubenden Ausblick über die Dünenwelt und auch zum Big Daddy. Diesen haben wir gerade mal zur Hälfte erreicht haben, aber wir geben nicht auf. Die Dünen fallen steil an beiden Seiten bergab, Sandmeere ergießen sich zu unseren Füßen. Zwei letzte schmale und steile Grate trennen uns noch vom höchsten Punkt der Düne – aber der tolle Ausblick entschädigt uns für alle Strapazen!

Oben angekommen, lassen wir uns glücklich und stolz in den tiefen und noch kühlen Sand fallen. Unser Blick schweift über die bis an den Horizont reichenden Dünen und wir genießen einfach nur diesen so besonderen Augenblick, den man kaum in Worte fassen kann. Wir verbringen eine gute Stunde auf dem Gipfel, bevor wir ein weiteres Mal für den Aufstieg belohnt werden – es geht geradewegs den steilen Abhang von Big Daddy im Laufschritt nach unten, die Beine scheinen schwerelos im Sand zu versinken. Atemlos, aber voller Spaß, kommt man innerhalb von ein paar Minuten im Dead Vlei an.


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