Dani und Sarah wollten in Namibia etwas ganz Besonderes erleben. Also stiegen sie aus dem Safarifahrzeug aus, um den Nashornspuren zu folgen. Selbstverständlich waren sie dabei nicht alleine, sondern in Begleitung eines erfahrenen Guides.

Namibia – Land der unendlichen Weite, atemberaubender Landschaften und faszinierenden Facetten. Aber nicht nur landschaftlich hat das Land, das seinen Namen der ältesten Wüste der Welt, der Namib, verdankt, einiges zu bieten. Daher war es auch unser Ziel, die Artenvielfalt des Landes kennenzulernen. Um das Tiererlebnis so authentisch wie möglich zu gestalten, haben wir uns in der Mount Etjo Safari Lodge, die auf halbem Wege zwischen Windhoek und dem berühmten Etosha Nationalpark liegt, für das Nashorn Trekking entschieden. Wir wollten einmal wahrhaftig und ohne den Schutz eines Fahrzeuges oder Zaunes vor einem der wohl beeindruckendsten Tiere der Welt stehen.

So machten wir uns früh am Morgen mit dem Safarifahrzeug auf den Weg, um nach frischen Nashorn Spuren zu suchen. Auf dem Weg sahen wir natürlich auch noch zahlreiche andere Tiere wie zum Beispiel Giraffen, Hippos, Impalas, Springböcke und und und – aber unser Ziel war es ja, die scheuen Nashörner zu finden und so übten wir uns noch ein wenig in Geduld, während unser Guide einigen Spuren folgte.

Dann war es soweit, denn er hatte eine frische Spur gefunden und wir verließen, mit Wasser und Kamera bewaffnet, das Fahrzeug – die Spannung stieg. Schweigend und auf leisen Sohlen verfolgten wir die Spur nun zu Fuß, immer die Aufregung im Nacken, dass wir dem gigantischen Tier bald bis auf einige Meter gegenüber stehen würden.

Nach einem deutlich zu vernehmenden Schnauben, das uns im ersten Moment erstarren ließ, weil man ja noch nicht abschätzen konnte, wo es herkam, erblickten wir einen wunderschönen Nashornbullen hinter einem Busch. Er hatte uns gesehen und lief ein wenig hin und her, unsicher, was er tun sollte – weglaufen?

Er blieb noch, Glück für uns. Wir hätten nur ein paar Schritte vorgehen müssen, und hätten ihn berühren können. Die Zeit, in der wir ehrfürchtig mitten im Busch standen, um dieses wunderschöne Tier leise und still zu beobachten, kann man nicht wirklich erfassen – ein einmaliges Erlebnis. Nachdem er sich dann doch entschieden hatte, die Flucht zu ergreifen, gingen wir zurück zum Fahrzeug, und sahen dann auf einige Entfernung noch zwei Nashörner. Auf dem Rückweg zur Lodge hatten wir dann tatsächlich das Glück, dass der zuerst erblickte Bulle nur wenige Meter hinter unserem Fahrzeug über die Ebene spazierte. Glücklich, denn der Ausflug hat sich wirklich gelohnt, fuhren wir zur Lodge zurück und sind dankbar für dieses so authentische Erlebnis.


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