Nachdem Julia Euch in unserem letzten Beitrag mit in die Nationalparks genommen hat, stand für sie noch Vancouver auf dem Programm. Liebe auf den ersten Blick war es bei ihr nicht, aber gefunkt hat es dann trotzdem noch.

Von Banff aus ging es für uns über Jasper (hier hatten wir dann auch endlich Glück mit den Bären) und die wunderschöne Kayanara Guest Ranch weiter in die Metropole Vancouver. Der erste Eindruck war eher bescheiden, wir hatten vorab so viel Positives gehört, sodass wir mit recht hohen Erwartungen dort angereist sind und erstmal nicht so recht wussten, warum jeder so verliebt in diese Stadt ist.

Nach den insgesamt vier Nächten, die wir hier verbrachten, wurden wir allerdings eines besseren belehrt und sind jetzt auch absolute Vancouver-Fans. Die Stadt an sich ist recht übersichtlich und erinnert ein bisschen an eine kleinere Version von San Francisco. Was Vancouver allerdings so besonders und einzigartig macht, ist die Vielfältigkeit, die sich einem bietet. Unweit des Stadtzentrums liegt die English Bay, an der man es sich an sonnigen Tagen am Strand gut gehen lassen oder in einem der fantastischen Sea Food Restaurants den Gaumen verwöhnen kann. Der Stanley Park, welcher mit einer Größe von über 400 Hektar sogar den Central Park in New York toppt, bietet sich perfekt für ein Picknick oder eine Radtour durchs Grüne an. Per Busshuttle erreicht man in etwa 30 Minuten die Grouse Mountains, das Skigebiet von Vancouver. Im Mai waren wir zwar für’s Skifahren schon etwas spät dran, der Ausblick über die immer noch schneebedeckte Piste mit der Skyline im Hintergrund, hat uns dennoch umgehauen.

Wer die Grouse Mountains besucht, sollte das Ziplining auf keinen Fall verpassen. Mit Geschwindigkeiten von bis zu 70 Stundenkilometern hat man hier auf fünf verschiedenen Lines einen einmaligen Blick auf die Berge und die Stadt. Unser persönliches Highlight war jedoch der Rundflug mit dem Wasserflugzeug. Vom Hafen aus starteten wir unser etwa dreistündiges Abenteuer. Auf dem Mail Run Flug werden die kleineren Orte auf Salt Spring Island und Vancouver Island angeflogen, zwischen den Starts und Landungen auf dem Wasser hat man Zeit sich an den jeweiligen Häfen die Beine zu vertreten.  Da wir auf unserer Rundreise keine Zeit hatten die Inseln zu bereisen, wollten wir zumindest einen Blick „von oben“ darauf werfen. Hierfür bietet sich das tieffliegende Wasserflugzeug super an. Der wohl beeindruckendste Ausblick folgt allerdings erst auf dem Rückflug, wenn man von weitem den Stanley Park und die Skyline der Stadt immer näher und näher kommen sieht. Vancouver ist wirklich eine der vielfältigsten Städte die wir je besucht haben und sollte daher auf keiner Rundreise durch Westkanada fehlen.

 


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